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Tulpenbeet auf dem Keukenhof in Holland

Wissenswertes über Tulpen

Eigentlich könnten wir auf dieser Seite ein ganzes Buch über Tulpen schreiben. Und der Platz würde immer noch nicht ausreichen, um all das Wissen über Tulpen hier zu sammeln. Deshalb beschränken wir uns auf drei für den Hobbygärtner wichtige Themen:

1) Die wichtigsten Tulpengruppen in Kurzform

2) Qualitätsmerkmale

3) Pflanzung und Pflege

Zusammen mit Ihren bestellten Tulpen erhalten Sie natürlich von uns stets auch eine Pflanzanleitung im Paket. Dort finden Sie genaue Details zu ihren Neuankömmlingen im Garten.

1. Tulpengruppen

Nach vielem Hin und Her haben sich die Züchter und Gärtner auf eine Einteilung der vielen tausend Tulpensorten in sogenannte Gruppen verständigt, die vor allem den Blütezeitpunkt und Blütenbesonderheiten betreffen. Unter diesen wiederum ebenfalls sehr vielen Gruppen gehören die gärtnerisch am meisten genutzten Tulpen einigen wenigen Gruppen an:

Einfache frühe Tulpen:
Sie haben meist die klassische Tulpenblütenform, blühen ab März bis April.

Einfache späte Tulpen:
Wie die einfachen frühen Tulpen, nur blühen sie von April bis sogar Juni.

Gefüllte frühe und gefüllte späte Tulpen:
Diese blühen wie ihre Verwandten die einfachen Tulpen, haben aber üppig gefüllte Blüten und sehen aus wie Päonien.

Lilienblütige Tulpen:
Sie blühen ähnlich Lilien, die lang und spitz zulaufenden Blütenköpfe biegen sich an ihrem Ende elegant auseinander. Sie blühen meist im Mai bis Juni.

Papageientulpen:
Gewellte, gelappte und gefüllte Blüten machen aus diesen meist zweifarbigen Tulpen exotische Schönheiten. Sie blühen meist Ende April bis Juni.

Gefranste Tulpen:
Sie schmücken sich mit fein gezackten Blütenrändern und sind meist zweifarbig. Blütezeit ist Mitte April bis Juni.

Darwintulpen:
Sie haben große einfache Blüten auf langen Stielen, die sich sehr gut für den Schnitt eignen. Sie blühen ab Mitte April bis Ende Mai, halten viele Jahre im Beet.

Triumph-Tulpen:
Sie sind die größte und bedeutendste Gruppe der Tulpen und wachsen üppiger als andere Tulpengruppen. Klassische Tulpenform, Blüte April bis Ende Mai.

2. Qualitätsmerkmale

Vielleicht wundern Sie sich, wenn sie im Internet Preise vergleichen: denn für 10 Tulpen 'Purple Beauty' beispielsweise zahlen Sie bei dem einen Anbieter 2,95 Euro, beim anderen 5,95 Euro oder mehr. Die Anbieter betreiben dabei weder Dumping noch Wucher, sondern bieten die Sorten meist einfach nur in unterschiedlichen Größen an! Also muss man beim Preisvergleich vor allem die Größe der Zwiebeln miteinander vergleichen: Denn über die Schönheit und Ausprägung der eigentlichen Tulpenblüte entscheidet nicht die Sorte, sondern die Größe der Zwiebel und wieviel Kraft eine Tulpe daraus schöpfen kann und ob sie Tochterzwiebeln ausbildet oder im Folgejahr noch einmal blüht. Gemessen wird an der dicksten Stelle der Zwiebel, die meisten Tulpenzwiebeln erreichen ihre größte Größe bei 12 cm und mehr (12+ = 1a-Qualität).
Für andere Zwiebelblüher wie Hyazinthen und Narzissen gilt übrigens das Gleiche!

3. Pflanzung und Pflege

Zeitpunkt: Pflanzen Sie ihre Tulpen nicht zu früh im Jahr! Auch wenn es Sie in den Fingern juckt: Tulpenzwiebeln dürfen erst in den Boden, wenn sich dessen Temperatur auf etwa 10°C abgesenkt hat. Denn sonst treiben die Zwiebeln noch im September aus und erfrieren dann im Winter! Pflanzen Sie also lieber zu spät als zu früh, Sie können sogar noch bis weit in den Dezember hinein pflanzen, solange das Wetter frostfrei ist. Das tut weder der Blüte noch dem Blühzeitpunkt weh, diese sind biologisch festgelegt und verändern sich nicht mit dem Pflanzmonat.

Pflanztiefe: Generell gilt folgende Pflanztiefe abhängig von der Zwiebelgröße: Bedecken Sie Zwiebeln mit doppelt so viel Erde wie die Zwiebeln groß sind. Beispiel: Eine Zwiebel der Größe 3 cm Höhe sollte mit 6 cm Erde bedeckt sein, also muss das Loch 9 cm tief sein. Für Tulpen und Narzissen nimmt man 10 bis 12 cm als Mittelmaß, Anemonen und Traubenhyazinthen kommen um 5 cm tief in den Boden. Pflanzung von Tulpen

Pflanzdichte: Auch hier entscheidet die Zwiebelgröße: Sie können für eine dichte Pflanzung alle 4 bis 5 cm Zwiebeln pflanzen. Triumphtulpen benötigen 6 bis 10 cm Abstand, da sie üppiger wachsen. Für einen dicht bepflanzten Quadratmeter können Sie so beispielsweise 50 bis 70 Zwiebeln setzen. So eng pflanzen die Gärtner die tollen Beete auf dem Keukenhof.

Etagenpflanzung: Legen Sie zunächst die dicksten Zwiebeln am tiefsten in die vorbereitete Pflanzfläche im Abstand von 15 cm und decken Sie sie etwas mit Erde ab. Darüber kommen die nächst kleineren Zwiebeln. Wieder mit Erde bedecken ... und so weiter, bis nah unter der Erdoberfläche Krokusse und Traubenhyazinthen in die Erde kommen. So erhalten Sie ein üppig bepflanztes Beet, das funktioniert auch im Topf!

Pflanzort:Tulpen hätten am liebsten sandige Erde, das tut aber nicht Not. Tulpen sind heutzutage robust gezüchtet und kommen mit jedem Boden, außer mit Staunässe, zurecht. Notfalls gibt man eine handvoll Sand mit ins Pflanzloch. Sonnig muss es sein, unter Laubbäumen gedeihen sie auch sehr gut, da diese im Frühling noch unbelaubt sind.

Pflege: Da die Tulpenzüchtungen robust sind, gibt es bei der Pflege nicht viel zu beachten: Entfernen Sie die verblühten Blüten, damit sich kein Samen entwickeln kann. Lassen Sie das Laub nach der Blüte unbedingt stehen! Über das Chlorophyll in den Blättern generiert die Pflanze noch viel Kraft und Energie zur Ausbildung einer neuen Zwiebel. Gerade bei Darwin-Tulpen ist das wichtig, da diese dann viele Jahre im Beet blühen. Viele Tulpensorten erschöpfen sich aber ohnehin nach einer Saison und kehren nur sehr klein oder gar nicht wieder im Folgejahr. Hier kann man das Laub getrost entfernen und pflanzt an diese Stellen lieber neue Zwiebeln für das Folgejahr.