Unsere Saatgut-Qualität

Keimtests - Die Grundlage aller Qualität 

Alle unsere Sämereien, und zwar ausnahmslos, absolvieren zwei Keimtests pro Jahr! Und alle Sämereien kommen von Züchtern, mit denen wir seit über einem Jahrzehnt zusammen arbeiten, und die uns bis heute stets nur mit 1a- Saatgut beliefert haben, insbesondere was die Sortensicherheit angeht. Sortensicherheit bedeutet beispielsweise, dass aus den Samen der bestellten violett blühenden Sorte auch wirklich die violette Blume wächst.  

Und warum ist das so? Natürlich wollen wir Ihnen nur hochkeimfähiges Saatgut und farblich richtiges Saatgut zusenden. Weil wir tatsächlich glückliche Kunden haben wollen. Kunden, die zufrieden sind und gern wieder bei uns bestellen. Kunden die zu Stammkunden werden. Kunden, die unsere Firma zu schätzen wissen. Mit denen wir am Telefon auch einmal nett übers Gärtnern plaudern können. Weil wir anständig sein wollen. So einfach ist das. Das Gegenteil von glücklichen Kunden wären solche, die uns am Telefon wütend die Ohren lang ziehen würden, weil unser Saatgut nichts taugte. Die uns im Internet verreißen würden. Und mit Reklamationen überziehen würden. Für ein paar Euro pro Samentütchen? Nein Danke! Einen guten Ruf zu verlieren ist in heutigen Social-Media-Zeiten schnell geschehen und eine Firma schneller zerstört als aufgebaut. Aber vor allem leben und lieben wir Saatgut und die Keimzeit, und wollen uns nicht mit negativem Input herumschlagen. Was für eine Lebenszeitverschwendung!

Und deshalb legen wir auch unsere Qualitätskontrolle offen: damit transparent wird, wie die Quaitätskontrolle abläuft und warum sie so wichtig ist.

Der erste Keimtest, den das Saatgut durchläuft findet gar nicht bei uns statt, sondern schon direkt beim Züchter. Diese haben eigene Keimlabore oder geben Saatgut von ihren Ernten an externe Keimlabore ab, wo die Keimraten ermittelt werden. Eine Ernte mit schlechter Keimrate wird dann aussortiert und gelangt nicht in den Verkauf. Diese "Ernteausfälle" haben viel zu tun mit dem Klimawandel, denn die Ernten kommen aus aller Herren Länder und die Pfllanzen sehen sich zunehmend mit Bedingungen konfrontiert, bei denen sie kein keimfähiges Saatgut mehr produzieren können. So kann es sein, dass wir manchmal von bestimmten, beliebten Sorten kein Saatgut bekommen können.

Der zweite Haupt-Keimtest findet bei uns im Haus statt, und zwar kurz vor der folgenden Saison. Damit überprüfen wir, ob das bei uns gelagerte Saatgut noch keimfähig ist. Zwar kaufen wir meist nur Mengen für ein Jahr beim Züchter ein, aber es gibt Sorten, deren Samen viele viele Jahre hochkeimfähig bleiben, wie Löwenmäulchen oder Mohn, und wegwerfen trotz idealer Keimraten ist ja keine Option. Stellt sich dabei heraus, dass Samen nicht mehr die benötigte Keimfähigkeit haben, werden diese Chargen entsorgt. Und zwar ohne Wenn und Aber. Denn eines muss man auch verstehen: Die Abfüllung, der Keimschutzbeutel, die Etiketten, das Wiegen und Zählen ist das teuerste am ganzen Prozess. Nicht der Sack Saatgut (jedenfalls meistens nicht). Und es ist ökologisch und ökonomisch völliger Unsinn, einen Sack mit halbtotem Saatgut dem teuren Abfüllprozess zu unterwerfen, wenn wir dann am Ende nach der dritten Reklamation das ganze teuer abgefüllte Saatgut samt Keimschutzbeutel etc wegschmeißen müssen. Da zahlen wir kräftig drauf!

Dennoch kommt es vor, dass Saatgut auch innerhalb einer laufenden Saison plötzlich versagt. Das geschieht zwar selten aber ist schon geschehen. Samen sind eben Lebewesen, und was auch immer zum plötzlichen Totalausfall führt bleibt selbst dem eigenen Züchter dann ein Rätsel. Aber auch solche Sorten ziehen wir natürlich sofort aus dem Verkehr, bevor uns das Thema um die Ohren fliegt. 

Wenn nun also bei Ihnen zuhause einmal etwas schief läuft, und das Saatgut partout nicht keimen will, dann rufen Sie uns unbedingt an! Nur durch Ihr Feedback können wir erfahren ob eine Sorte gefährdet ist, oder ob das Problem vor Ort bei Ihnen zu diagnostizieren ist. Nur durch Ihr Feedback können wir entweder mit einem schnellen Ersatz Ihre Gartensaison doch noch zu einem Erfolg führen oder aber schnell eine Sorte aus dem Verkehr ziehen, bevor andere Kunden auch noch enttäuscht werden. Wir betrachten Reklamationen daher gar nicht als Beschwerden, sondern als wichtigen Erfahrungsaustausch, der für Sie als Kunde wie uns als Versender nur Positives in sich birgt. 

Also wenn Ihnen während der Keimphase etwas Ungewöhnliches auffällt oder sich ein Misserfolg einstellt, rufen Sie uns bitte unbedingt an! 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Aufzucht und Pflege Ihrer Sommerblumen und viel Freude für die Gartensaison

Ihr KEIMZEIT-Team